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Schweden 2016 - Tag 29 / 30 - Rückreise über Nyborg

Die Storebæltbro, von Nyborg aus gesehen.

23.09.2016 - Die letzte Nacht in Schweden haben wir wieder in Malmö am Strand verbracht, mit Sicht auf die Öresundbrücke. Ich denke, davon zeigen wir keine weiteren Fotos mehr, denn am letzten Abend brauchten wir das Motiv vom ersten Abend nicht noch einmal ablichten. Den fantastischen Sonnenuntergang hatten wir ja (leider) auch nicht nochmal.

Am nächsten Tag geht es dann nur bis Nyborg, planmäßig wie immer. Das ist die ideale Zwischenstation für die An- und Abreise über die beiden Brücken, denn hier gibt es einen relativ ruhigen Stellplatz, und man kann schön in den Ruinen des alten Fährhafens spazierengehen.

An diesem schönen Abend geht es zu den Überresten des Fährhafens. Bis zur Fertigstellung der Storebælt-Brücke gab es hier noch eine Fährverbindung zwischen Fyn und Sjælland.

Im ehemaligen Fährhafen von Nyborg

Immer noch gibt es viele Motive, obwohl die Anlagen schon ziemlich komplett abgeräumt sind.

Im ehemaligen Fährhafen von Nyborg

Wann hier wohl die letzte Fähre festgemacht hat? Bis vor ein paar Jahren sah man hier noch gelegentlich ein staatliches Arbeitsschiff liegen (mehr Richtung Brücke), aber der dortige Liegeplatz sieht ebenso verwaist aus.

Im ehemaligen Fährhafen von Nyborg

Die alten Seezeichen sind außer Betrieb. Durch Dreiecke und Rechtecke, die nachts beleuchtet waren, kennzeichnete man die Einfahrt.

Im ehemaligen Fährhafen von Nyborg

Die Mole ist noch vorhanden. Rechts ist weit hinten sogar noch ein kleiner Leuchtturm, bis dahin sind wir an diesem Abend aber nicht gelaufen.

Im ehemaligen Fährhafen von Nyborg

Die Metallkonstruktion, die hier stand, ist längst verscrottet. Offenbar mußte man die Verschraubungen damals mit dem Schneidbrenner lösen, denn die Gewindebolzen weisen senkrechte Anschmelzungen aus.

Im ehemaligen Fährhafen von Nyborg

Hier geht es hinunter ins Hafenbecken.

Im ehemaligen Fährhafen von Nyborg

Das scheinen die abmontierten Holzverkleidungen der Hafenbecken zu sein. Früher nahm man oft solche Holzplanken statt Fender. Die sind ja auch billiger im Austausch und bei vorsichtiger Fahrweise lange haltbar. Warum sie abmontiert wurden und hier schon so lange herumliegen, weiß ich nicht.

Im ehemaligen Fährhafen von Nyborg

Die Balken sind an den Stirnseiten mit eingeschlagenen Klammern versehen, wahrscheinlich damit sie sich bei Feuchtigkeit und unter Last nicht aufspalten.

Im ehemaligen Fährhafen von Nyborg

Das einzige Selfie, was ich den ganzen Urlaub über geschossen habe!

Im ehemaligen Fährhafen von Nyborg

Jemand hat diese Schraubenköpfe mit Farbe markiert. Ob hier noch am weiteren Abbruch gearbeitet wird?

Im ehemaligen Fährhafen von Nyborg

Von Kiel nach Oslo - hier fährt die Color Line vorbei. Im Hintergrund: Sjælland.

Im ehemaligen Fährhafen von Nyborg

Eine noch junge und kleine Möwe wartet auf einen leichtsinnigen Fisch. Man beachte die Strudel links und rechts vom Stein, hier gibt es eine Strömung am Ufer. Wir sind hier ja auch am Großen Belt.

Im ehemaligen Fährhafen von Nyborg

Von hier aus das letzte Fahrzeug rechts: unser Wohnmobil. Alt, aber bezahlt! Das silbern funkelnde Etwas ist die große Alubox auf dem Gepäckträger. Die ist am letzten Tag der Reise randvoll gefüllt mit allem, was man so nach und nach nicht mehr im Fahrzeug braucht: Pfandflaschen, Wäsche, paar Souvenirs ...

Im ehemaligen Fährhafen von Nyborg

Ein LKW dröhnt mit voller Fahrt Richtung Storebæltbro.

So, das war's fürs erste!

Wir sind volle vier Wochen in Schweden unterwegs gewesen und haben uns wie immer dort unglaublich wohl gefühlt. Es ist ein traumhaftes Land, auch wenn eine durchgeknallte Präsidenten-Imitation dem Land irgendwelche frei erfundenen Terroranschläge angedichtet hat. Ich möchte dazu nur anmerken, dass in Schweden durch Verbrechen in der gesamten Landesgeschichte wohl weniger Menschen ermordet wurden als in den sogenannten USA in einem einzigen Jahr. Schweden ist sicher nicht die Insel der Glückseligen, aber immer noch einzigartig und jederzeit einen Besuch wert.

Das war jetzt der letzte Artikel zu unserer Reise. Hat gedauert - und wir haben immer noch nicht alle Bilder endbearbeitet. Ist auch was für dunkle Winterabende. Viel Spaß wünsche ich beim "nochmal" lesen, und über den einen oder anderen Kommentar dazu freuen wir uns natürlich auch.