Bilkyrkogard Kyrkö Mosse
Bilkyrkogard Kyrkö Mosse

Die Bilkyrkogården Kyrkö Mosse bei Ryd in Småland ist eine der ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten Schwedens – eine Art „Autofriedhof“, auf dem über 150 alte Fahrzeuge langsam von der Natur zurückerobert werden. Ich glaube, wir waren schon vier-, fünfmal dort. Es gibt noch einen weiteren Platz dieser Art in Schweden, den beschreiben wir hier auch.

Ursprung und Geschichte

  • Gründer: Åke Danielsson (1914–2000), von den Einheimischen „Åke på myren“ genannt.
  • Beginn: 1935 kaufte Danielsson ein Stück Moorland („Kyrkö Mosse“) und gründete dort eine kleine Torffabrik.
  • Nachkriegszeit: Als nach dem Zweiten Weltkrieg das Auto in Schweden populär wurde, begannen viele Menschen, alte Fahrzeuge einfach in den Wäldern zu entsorgen. Danielsson sammelte sie ein und nutzte sie zunächst als Ersatzteillager.
  • Entwicklung: Über die Jahre wuchs die Sammlung zu einem skurrilen Ort mit Fahrzeugen aus den 1930er‑ bis 1960er‑Jahren – darunter alte Volvo‑, Saab‑ und Ford‑Modelle. Die Karosserien blieben zurück, während die Natur sie langsam überwucherte.
  • Bedeutung heuteDer Bilkyrkogården ("Autofriedhof") gilt heute als Kulturdenkmal und Freiluftmuseum, das die Vergänglichkeit und die Verbindung zwischen Technik und Natur symbolisiert. Besucher erleben dort, wie Moos, Bäume und Rost eine poetische Einheit bilden – ein Ort, an dem „Rost Geschichten erzählt“. Die Gemeinde Tingsryd hat den Platz erhalten und zugänglich gemacht; er ist ganzjährig geöffnet.
  • Ort:
    • Westlich von Ryd, Gemeinde Tingsryd, Småland
    • Koordinaten: 56.4661° N, 14.6548° E
  • Besonderheit: Neben den Fahrzeugwracks sind auch Reste von Åkes Torffabrik und seiner kleinen Hütte erhalten.

Die Lage: