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Ein zweiter Besuch in der Fliegerschule

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Letzte Überreste der Möblierung

Von den Möbeln und der sonstigen Ausstattung ist fast alles spurenlos verschwunden. Vermutlich haben es die sowjetischen Soldaten beim Abzug mitgenommen, denn in der Heimat gab es ja überhaupt nichts.

Gut erhaltene Fenster

Manche Fenster waren noch sehr gut erhalten und ließen ein schönes Licht in die leeren, schuttübersäten Räume.

Rechts: Haupthaus mit westlicher Seite, die Tordurchfahrt führt auf die Innenseite.

Rechts: Haupthaus mit westlicher Seite, die Tordurchfahrt führt auf die Innenseite. Dort befand sich zu Wehrmachtszeiten die Rollbahn für den Flugbetrieb.

Spuren einer Verwertung

Im Mittelteil des Haupthauses, der inzwischen ebenso frei zugänglich ist wie die beiden schlecht erhaltenen Enden, befinden sich viele Räume, die offenbar von einer Recycling-Aktion genutzt wurden. Oben finden sich die Ziersteine, wie sie bei den Bautern der NS-Zeiten aus Repräsentationsgründen sehr oft für Toreinfassungen usw. verwendet wurden.

Die Fenster sind dort noch weitgehend verschalt

Hier sind die Fenster noch erhalten und meist verschalt. Es herrscht hier ständig Zwielicht. Fotografieren ist nur mit Stativ und langen Belichtungszeiten möglich.

Stapel mit Dachschindeln

Hier befinden sich auch lange Reihen mit aufgestapelten Dachziegeln in Schindelform (aus Ton). Sie stammen von den teilweise ja nicht mehr vorhandenen Dächern des Haupthauses (vergleiche dazu das Luftbild). Für Denkmalschützer ist es durchaus sinnvoll, auf solche Lager mit Originalbauteilen zurückzugreifen!

Recyclingwerkstatt in einem Querhaus

Hinter verschalten Fenstern wurden an langen Tischen Ziegel wieder nutzbar gemacht, d.h. Mörtelreste abgeklopft und dann die Ziegel in langen Reihen aufgestapelt. Ich vermute, die Aktion ist beendet worden, bevor sie abgeschlossen werden konnte. Denn hätte man die Fenster verschalt, wenn in diesem Raum Licht für die Arbeit gebraucht worden wäre?

Dachgauben, säuberlich ausgebaut und gelagert

Es finden sich auch viele gut erhaltene und sauber ausgebaute Dachgauben und andere Konstruktionselemente sauber aufgestapelt im Untergeschoß. Jemand muss sich sehr viel Mühe gegeben haben und wollte offenbar eine Menge vom Baumaterial weiter verwerten.

Hock-Klosett mit Bullauge

Das Gebäude ist durchaus beeindruckend erbaut mit einigen interessanten architektonischen Details, wie hier das runde Bullaugenfenster. Die ursprünglichen "normalen" Toiletten wurden von der Sowjetarmee bei fast allen von der Wehrmacht übernommenen Gebäuden durch diese typischen Stehklos ersetzt, wie man sie mit Schrecken im Frankreich-Urlaub beispielsweise kennenlernen durfte.

Hier Schutt, dort Schutt, an anderer Stelle besenrein

Hier Schutt, dort Schutt, an anderer Stelle besenrein zeigen sich die großzügigen Treppenhäuser. Die waren nicht ohne Grund so geräumig, denn wie schon zu Wehrmachtszeiten fand das nächtliche Antreten (bei Alarm usw.) meist innerhalb der Unterkunft statt.