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Ein zweiter Besuch in der Fliegerschule

Ansicht des letzten erhaltenen Gebäudes

An einem wolkigen und ausgesprochen kalten Ostermontag, dem letzten Tag unserer kleinen Tour, gelangten wir auch zu der beeindruckenden Ruine dieser ehemaligen Fliegerschule. Es handelt sich um die Fliegerschule Hagenow, die nach 1945 durch die GSSD weitergenutzt wurde und seit 1994 verlassen ist. Weil das Gebäude schon wegen der markanten Form in Kombination mit der Bezeichnung leicht zu finden ist und ohnehin derzeit abgerissen wird, schadet ausnahmsweise mal die Verfügbarkeit der Lage nicht so sehr.

Los geht der Rundgang am westlichen Ende, von noch vier Steinsäulen von der Toranlage stehengeblieben sind.

Disclaimer und Warnung: dieses Gebäude ist wirklich sehr marode und obendrein beim Abbruch schon stark beschädigt worden. Es sollte von unerfahrenen Urbexern besser gemieden werden!

Ehemaliger Torbereich der Fliegerschule

Man kommt an einem hoch aufgeschütteten Wall vorbei, und dahinter verbirgt sich das letzte verbliebene Gebäude.

Ein Querflügel des letzten Gebäudes

Das Gebäude hat eine sichelartige Form und hat eine "gestreckte" Länge von 520 Meter. Der Kreisbogen, den der Grundriß beschreibt, umfaßt ein Winkelsegment von ca. 30°.

Ein Eingang zu einem Seitenflügel

Neun solcher Eingänge gibt es in den neun Querflügeln, dazu noch Eingänge an der "Innenseite" und einige größere Tore am Hauptkörper des Gebäudes. In der Mitte befindet sich eine Tordurchfahrt.

Im Innern des Hauptgebäudes

An den Enden sind die Querflügel eingestürzt bzw. (am westlichen Ende) schon abgerissen. In der Mitte sehen einige Bereiche des Haupthauses auch aus wie teils eingestürzt, teils abgerissen. Das ist auf den Luftaufnahmen besonders gut zu erkennen.

Hinterlassenschaft von Wehrmacht oder Roter Armee

Obwohl das Haus anscheinend sehr gründlich entkernt wurde (es fehlen alle Heizkörper und -rohre, die Kabel, die Wasserleitungen und Türen samt Zargen), so sind doch noch etliche Teile und Räume recht gut erhalten.

Teilweise abgerissener Bereich des Haupthauses

Auf dem oberen Bild sieht man die Türduchbrüche zum noch erhaltenen Korridor. Die Räume, die sich hier entlang des Korridors befanden, sind verschwunden und offenbar auch abgeräumt worden: Fazit also, kein Einsturz, sondern gezielt abgerissen. Am Bewuchs der Korridordecke erkennt man, das muss aber schon etwas her sein.

Relikte im Nebenflügel

Hier liegt eine komplette Fliesenschicht fast zusammenhängend am Boden. Alle noch vorhandenen Wandfliesen sind nur noch sehr locker am Untergrund befestigt. Sie fallen bei der kleinsten Berührung schon herunter.

Im Korridor - die Räume links sind entweder eingestürzt oder abgerissen. Hier wegen dem Schutt eher eingestürzt.

Im Korridor ragen durch die Türöffnungen große Schuttberge - die Räume links sind entweder eingestürzt oder abgerissen. Hier vermute ich, das ist wegen dem noch vorhandenen Schutt eher eingestürzt.

Mongolischer Krieger in einem Nebenraum

Dieser Mongolenkrieger ist fast das Letzte, was von der Sowjetarmee übrig blieb.

Deckenverputz hat sich gelöst

Dort, wo die Obergeschosse noch erhalten sind, steht der Einsturz bald bevor, denn die Unterkonstruktionen der Decken liegen offen und sind völlig korrodiert.