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Laboe und Kieler Förde

Blick vom Marine-Ehrenmal Laboe nach Stein

An einem sehr, sehr kalten Tag im Januar 2014 sind wir mal auf das Ehrenmal in Laboe geklettert. Zunächst haben wir das davor liegende U-995 besucht und dort drin fotografiert. Als uns die Zeit weglief (Öffnungszeiten!), sind wir schnell rüber zum Marine-Ehrenmal und dort gleich mit dem Aufzug auf die oberste Plattform.

Dort oben pfiff nicht nur ein unangenehm kalter, schneidender Wind, sondern es fing auch (wegen der Wolken ja wie erwartet) an, heftig zu regnen. Es gab ein paar große Wolkenlücken, aber insgesamt zogen die sehr schnell über den Himmel. Geschätzt waren das sicherlich sechs bis sieben Windstärken. Doch zwischen den heftigen Regenschauern kam immer wieder die Sonne durch, und es gelangen schöne Bilder bei fantastischem Licht! Manchmal lohnt es sich, bei so einem Schietwetter auszuhalten.

Wir verbrachten eine Stunde dort oben, und mußten immer wieder schnell die Treppe hinunter in den kleinen Raum, nur um die Kameras und uns selbst mal ein wenig abzutrocknen.

Regenbogen, Stein im Hintergrund

Der Regenbogen kam als erstes heraus, er hatte etwas mehr als 180° und befand sich zum größten Teil unter uns. Die Farben waren sehr, sehr kräftig; an den Bildern ist in dieser Hinsicht nichts "gedreht". Interessant ist, dass innerhalb des Teilkreises vom Regenbogen Kontrast und Farbintensität abzunehmen scheinen. Wahrscheinlich kommt das durch den Wassernebel in der Luft, der ja schließlich auch den Regenbogen erzeugt.

Blick zur Friedrichsorter Enge mit Leuchtturm Friedrichsort

Der Blick nach Friedrichsort brachte dann erwartungsgemäß keinen Regenbogen ...

Blick zur Friedrichsorter Enge mit Leuchtturm Friedrichsort

... aber teilweise durch Wassernebel verzaubertes Licht wie hier: bei dieser Aufnahme zog gerade ein neuer Regenschauer über unseren Standort!

Blick zur Friedrichsorter Enge mit Leuchtturm Friedrichsort

Die Sonne schaffte es durch den dichten Regen noch nicht so ganz, dafür war der Vordergrund noch zu sehr vom Regen verwischt.

Blick zur Friedrichsorter Enge mit Leuchtturm Friedrichsort

Allmählich zog der Schauer aber nach rechts ab, und dann wurde zuerst der Vordergrund wieder klar.

Boote im Hafen von Laboe im Gegenlicht

Gegenlicht ist für mich nun mal das schönste Licht, und jetzt konnte man die wenigen Yachten im Hafen auch wieder erkennen.

Blick zur Friedrichsorter Enge mit Leuchtturm Friedrichsort

Über einem schmalen Wolkenband war der Himmel dann sehr klar, als die Regenfront noch weiter "nach rechts" (d.h. in etwa nordöstliche Richtung) abzog. Wir blieben im kalten Wind noch oben. Mit nassen Klamotten war das weniger spaßig: aber wann bekommt man schon einmal so ein Licht?

Blick zur Friedrichsorter Enge mit Leuchtturm Friedrichsort

Die Sonne ging jetzt langsam unter, und von links schob sich erneut etwas Regen an Kiel heran.

Blick zur Friedrichsorter Enge mit Leuchtturm Friedrichsort

Ein mittelgroßer Frachter passiert die Friedrichsorter Enge und will sicherlich in den Nord-Ostsee-Kanal abbiegen.

Blick zur Friedrichsorter Enge mit Leuchtturm Friedrichsort

Links neben dem Frachter sieht man schon das Lotsenversetzboot, denn der Kanalsteurer geht schon vor der Schleuse an Bord.

Blick zur Friedrichsorter Enge mit Leuchtturm Friedrichsort

Auch diese Regenfront zog sehr schnell. Das kann man daran erkennen, dass das Schiff sich kaum bewegt, die Wolken aber schon.

Blick zur Friedrichsorter Enge mit Leuchtturm Friedrichsort

Der Frachter drehte dann wie erwartet zum Kanal hin ab, die Sonne verbarg sich hinter einer exakt passenden Wolke! Danke für dieses Licht!

Blick zur Friedrichsorter Enge mit Leuchtturm Friedrichsort

Und nun bekam die Landschaft auch ihre Farben wieder: bei Regen und Gegenlicht ist es sehr oft so, dass alles wie vergoldet erscheint.

Blick zur Friedrichsorter Enge mit Leuchtturm Friedrichsort

Der Frachter hat nun den hellen Fleck verlassen und liegt fast still. Das Lotsenboot hat auch wieder abgelegt.

Nun begeben wir uns wieder nach unten. Die Bilder vom U-Boot findet Ihr übrigens hier: Zu Besuch im U-Boot