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Im alten Munitionslager, oder: die "Schneewittchen-Kaserne" - Seite 5

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Etliche Häuser sind seit Jahrzehnten verschlossen. Man kann vielleicht durch das winzige Loch rein, aber irgendwie scheint diese Liegenschaft noch nicht das Interesse der Vandalen und Schmierfinken gefunden zu haben. Das darf gern so bleiben (deswegen gibt es hier auch keine Angaben zum Ort, gell?).

Im alten Munitionslager, seit einer Ewigkeit vernagelte Eingangstür

Die Warmwasserversorgung war sicherlich nicht in allen Häusern gegeben und wenn, dann nur für einen Duschraum. Heizkessel fanden wir auf dem Gelände keinen. Nach dem Luftbild könnte es am nördlichen Ende noch ein sehr großes (Versorgungs-) Gebäude gegeben haben. Es ist inzwischen abgerissen. An den Linien und Bögen am Erdboden ahnt man dort noch, wo Bahngleise gewesen sein könnten. Geheizt wurde hier ganz sicher mit Kohle oder Braunkohle. Alle Häuser waren an eine Zentralheizung angeschlossen. Deswegen muss es ein großes Kesselhaus gegeben haben.

Im alten Munitionslager, Reste der Warmwasserversorgung

Diese Mauerverstärkungen waren sicher schon beim Bau vorhanden: nachträglich hätten die Russen das nicht so fein ausgeschmückt gemauert. Deren Bauten wurden meist auch mit Betonstein (grauweiß und nicht ansehnlich) gemauert.

Im alten Munitionslager, Mauern mit Verstärkungen

Sehr bedrückend dieses aus kaiserlicher Zeit stammende Haus. Hier ist viel vermauert worden, obwohl das Gebäude ohnehin kaum Fenster hatte. Der Anstrich ist bewußt deprimierend so grau-finster gehalten. Das ist einer der Knäste in der Garnison gewesen.

Im alten Munitionslager, das Gefängnis

Hier ging es links und rechts in die Zellen. Es gab auch Zellen ohne jede Öffnung nach außen, für Licht ... oder Luft ... nur ein kleines Loch in der Tür ...

Im alten Munitionslager, Zellengang im Gefängnis

Hier sieht man, dass das Haus eine Nutzungsänderung erhielt. Unten sind die Fenster zu, oben stabil vergittert. Eigentlich überflüssig - wohin hätte ein flüchtiger Rotarmist in der DDR denn abhauen sollen? Wer hätte sich getraut, ihm auf der Flucht zu helfen ...?

Im alten Munitionslager, zugemauertes Fenster vom Gefängnis

Nutzung der GSSD-Liegenschaft

In diesem Teil lag wahrscheinlich eine Munitionsversorgung (daher der Name des Artikels), oder eventuell noch eine Einheit der Luftabwehr. Leider sind keinerlei taktische Zeichen oder auch Wandmalereien mehr vorhanden. Es gibt auch keine anderen Hinweise mehr, die dem Betrachter verraten könnten, was hier einst war. Nur an der Ausstattung kann man die Bauten in ihrer Zweckbestimmung noch identifizieren: das Kasino, ein Küchentrakt mit Speisesaal, das obligatorische Theater /Kinosaal, ein übel finsterer Knast ...

Noch einmal: Weil hier noch sehr wenig Vandalismus zu finden ist, unterbleibt auch die Nennung des Ortes. Anfragen = zwecklos.

Hat euch der Rundgang gefallen? Wenn ja - laßt doch einen Kommentar da!

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