Hamburg, dat geiht nich ohne Hafenrundfahrt. Macht das mal, auch wenn ihr eingefleischte Landratten seid. Außer, ihr müsst bei Seegang schnell mal Würfel husten, dann eher nicht. Im Hamburger Hafen gibt es häufig ziemlich viel Wellen ... hohe Wellen ... die kleineren Hafenschiffe machen ordentliche Bugwellen, weil sie es halt immer eilig haben. Also, Frühstück besser mal einschränken und am besten vorher mal probiert haben, wie das so ist mit der Seekrankheit. Denn die Barkasse fährt unterwegs mal eben sicher nicht rechts ran.
Wundert euch nicht, wenn da ein paar Ansichten irgendwie unvollständig wirken - die Bilder entstanden 2005, und zu dem Zeitpunkt hatte sich noch niemand die Taschen mit dem Projekt Elbphilharmonie gefüllt mit dem Vorzeige-Bauprojekt Elbphilharmonie befasst.
Ist das mit dem rückwärts Essen nun geklärt, steigen wir auf eine der Barkassen oder, Stück weiter die Elbe runter, auf eines der größeren und anscheinend asbachuralten Ausfliugsschiffe. Vorteil der Kleinen - man sieht mehr, weil sie sehr. sehr dicht an anderen vorbeifahren. Nachteil - sie schaukeln viermal so heftig. Auf den großen Dampfern hast du dagegen noch Catering und, was nicht zu unterschätzen ist: die ruhigere Plattform zum Fotografieren.
Und Fotografieren solltest du wirklich viel. Nimm ein Microfasertuch für die Linsen mit, sie könnten ein paar Tropfen abbekommen. Nimm die Gegenlichtblende mit. Bei Sonne wirst du immense Kontraste haben, also eher unterbelichten (meine Canons sind alle mit -2/3 Blende gut bedient) und - ganz wichtig! - fotografiere im RAW-Modus. Bei vielen der Bilder hier in der Galerie machte ich den Fehler, das nicht zu tun. Also JPEG gewählt und bis heute verflucht, ausgefressene Lichter und abgesoffene Schatten, da kann kein Regler mehr was zaubern. Viele Bilder sind gar nicht in die Galerie gekommen, zu gruselig.
Vergiß bitte dein Smartphone. Die sind i.d.R. viel zu weitwinkling, arbeiten eh meist nur im JPEG-Modus, zoomen (wenn überhaupt) nur digital (= meist gruselig), und du hast ziemlich wenig Freude daran. Nicht mißverstehen, ich fotografiere auch damit, aber nur wenn ich mit den Einschränkungen auch leben will.
Wir starten meist bei oder nahe der Landungsbrücken in St. Pauli. Von dort geht's durch die Speicherstadt, Schlenker rum, unter ein paar Eisenbahnbrücken entlang, abbiegen und durch die Hafencity (wer noch die alte Speicherstadt kennt, wird die Gegend nicht wiedererkennen und vielleicht auch nicht mögen, hat viel Charme verloren!). Von dort wieder elbabwärts auf der Südseite, rein in ein breites Becken mit dem Containerterminal (z.B. gegenüber Kronprinzenkai), und dann wieder raus und um die Ecke. Nun unter der Köhlbrandbrücke durch zum Container-Terminal Altenwerder.
Hier ungefähr müsstet ihr schon 250 Bilder auf dem Speicherchip haben. Hoffentlich reicht der Akku noch. Raus geht's wieder und Richtung Elbbrücken zurück, an den Werftanlagen von Blohm & Voss vorbei. Mit etwas Glück liegt dort ein richtig dicker Pott im Trockendock, mit noch mehr Glück könnt ihr reinschauen. Wir hatten die Queen Mary 2 fotografieren können, die bei B&V damals umgebaut oder repariert wurde.
Nach der Hafenrundfahrt, wenn euch wieder besser ist im Magen, geht ihr die 200 Meter zum Michel und klettert da auch noch rauf. Von dort oben habt ihr einen super Blick über den Hafen, wenn's nicht gerade mal wieder Schietwetter ist. Gegenüber vom Michel ist das Restaurant "Old Commercial Room". Die Preise sind angemessen, man kriegt hier wirklich leckere Sachen, auch lokale Spezialitäten.
Mit dem Wohnmobil steht man, wenn man geräuschresistent ist, eventuell am Fischmarkt. Der Platz ist aber gerade in der Diskussion, ob er geschlossen werden soll. Am Museumshafen sind auch noch ein paar wenige Stellplätze für Wohnmobile, ansonsten mit den gängigen Apps mal suchen. Ihr könnt auch gut außerhalb stehen und mit der S-Bahn / der Bahn rein nach Hamburg.





















































































































