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Sanssouci - das "sorgenfreie" Schloß

 

"Die berühmte Gartenansicht von Sanssouci entstand nach der Entscheidung Friedrichs des Großen, am Südhang des Bornstedter Höhenzugs einen terrassierten Weinberg anzulegen. Vormals standen auf der Anhöhe Eichen. Zu Zeiten des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I. wurden die Bäume gefällt und beim Ausbau der Stadt Potsdam für die Befestigung des sumpfigen Bodens verwandt. Am 10. August 1744 gab Friedrich II. Order, den „Wüsten Berg“ durch die Anlage von Weinterrassen zu kultivieren."

Soweit das Wesentliche. Aber das sagt nichts über den tatsächlichen Eindruck, den die Schloßanlage beim Besucher hinterläßt.

"Unter Leitung des Architekten Friedrich Wilhelm Diterichs wurde der Südhang in sechs breite Terrassen gegliedert mit zur Mitte hin bogenförmig nach innen schwingenden Mauern, um eine größtmögliche Ausnutzung der Sonnenstrahlung zu erreichen. An den Wänden der Stützmauern wechseln gerade Flächen, an denen Spaliere mit heimischen Obst- und Weinsorten empor rankten, mit 168 verglasten Nischen, in denen ausländische Sorten wuchsen. Die einzelnen Terrassenpartien waren oberhalb der Mauern durch Rasenstreifen begrenzt und mit Spalierobst bepflanzt. Zwischen 96 Taxuspyramiden standen im Sommerhalbjahr 84 Orangenbäume in Kübeln. Mit den gärtnerischen Arbeiten war Philipp Friedrich Krutisch betraut. In der Mittelachse führten 120 (heute 132) Stufen den Hang hinauf, entsprechend den Terrassen sechsmal unterteilt und zu beiden Seiten des Hanges je eine Auffahrtrampe. Die Arbeiten an den Weinbergterrassen waren 1746 weitgehend fertig gestellt."

Die Gartenanlage ist nicht einmal besonders groß. Aber durch die geschickte Anlage macht sie einen sehr großen Eindruck. Allein die Terrassen dürften mehrere hundert Meter lang sein (wenn man sie einzeln abgeht).

In den "touristischen" Monaten sollte man entweder sehr, sehr früh am Schloß sein oder sich auf eine reichlich lange Wartezeit einrichten. Sanssouci ist der Touristenmagnet schlechthin. Doch in den Außenanlagen verlaufen sich die Touristenmengen. Also lautet die Empfehlung, gleich Richtung Neues Palais oder Orangerieschloß gehen. Die Parkanlagen sind ohnehin großartig und einen Extrabesuch wert.

Texte z.T. zitiert aus: Seite „Sanssouci“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 5. Juni 2015, 06:12 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Sanssouci&oldid=142806462 (Abgerufen: 20. Juni 2015, 10:19 UTC)

Örtliche Lage:


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